Tschernobylkinder in Detmold

Vor 30 Jahren erlangte ein Dorf im Norden der Ukraine traurige Berühmtheit. Mit dem Atomunfall in Tschernobyl änderte sich das Leben vieler Menschen. Die Betroffenen in den am stärksten verseuchten Gebieten wurden umgesiedelt, viele andere mussten mit den Folgen leben. Wie zum Beispiel die Bewohner der Stadt Mosyr in Weißrussland, ca. 80km vom Unglücksort entfernt. Der Fluss Prypjat, an dem der Reaktor von Tschernobyl liegt, fließt auch durch Mosyr. Das Leben in Weißrussland ist hart. Fleiß in der Schule und der erfolgreiche Abschluss eines Studiums garantiert keinen gut bezahlten Job. Ein Lehrer verdient zwischen 200€ und 300€ im Monat. Deshalb essen die Menschen das, was sie selber anbauen können und was die Natur hergibt. Für die Menschen ist das fatal: Sie trinken die verseuchte Milch und essen die Pilze aus den Wäldern und den Fisch aus dem kontaminierten Fluss. Weitverbreitete Krankheiten sind Schilddrüsenkrebs, Immunschwäche und der Mangel an weißen Blutkörperchen.

Seit 26 Jahren lädt unsere Gemeinde die „Tschernobylkinder“ aus Mosyr ein. Auch in diesem Jahr kamen am 26. Juni für knapp 4 Wochen 16 Kinder im Alter von 9 bis 10 Jahren nach Detmold. In den ersten beiden Wochen wohnten sie in der Detmolder Jugendherberge und entdeckten mit uns Detmold und Umgebung. Die restliche Zeit verbrachten sie in Gastfamilien. Die Einbindung in familiäre Strukturen mit persönlicher Zuwendung hat erfahrungsgemäß zusätzlich sichtliche Entspannung und Regeneration gebracht. Der Erholungsurlaub in Deutschland endete mit dem gemeinsamen Besuch aller Beteiligten im Safaripark Stukenbrock.

Die Arbeitsgruppe Tschernobylkinder plant bereits jetzt den Erholungsurlaub im nächsten Jahr. Neben den organisatorischen Überlegungen ist es vor allem das Finanzielle, das herausfordert. In diesem Jahr finden Sie unseren Stand mit selbstgekochter Marmelade und Geschirrtüchern aus Weißrussland beim Erntedankfest, dem Ehrenamtsgottesdienst, traditionell beim Weihnachtsbasar am 1. Advent in der Versöhnungskirche und am 2. Advent beim Museumsadvent im Freilichtmuseum. Sie können unsere Arbeit mit Kleiderspenden (Größen 128 – 164) und Sachspenden (Annahme an der Versöhnungskirche) oder direkt mit einer Überweisung unterstützen:

KD-Bank eG (Bank für Kirche und Diakonie)
IBAN: DE54 3506 0190 2002 3800 24
BIC: GENODED1DKD
Kennwort: Tschernobylkinder

Spendenquittungen werden von der ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-West (Bismarckstraße 26 in Detmold, 05231 999 666) auf Wunsch ausgestellt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe im Namen der Kinder!

Alle Informationen zu unserer Arbeit finden Sie im Internet auf unserer neuen Internetseite unter www.tschernobylkinder-detmold.de.

Die AG Tschernobylkinder trifft sich jeden 2. Mittwoch im Monat17:30 Uhr in der Kostbar der Versöhnungskirche.

Malte Thießen

Tschernobylkinder in Detmold2016-10-25T15:22:57+02:00

Einladung zum Gottesdienst mit den Tschernobylkindern

Vor 30 Jahren erlangte ein Dorf im Norden der Ukraine traurige Berühmtheit. Der Reaktorunfall von Tschernobyl und seine Folgen hat Nachwirkungen bis heute. Die sicher geglaubte Technologie, mit der man sauberen und billigen Strom produzieren kann, hat enorm an Strahlkraft eingebüßt. In Deutschland hat ein Umdenken stattgefunden. Wir werden bis 2022 aus der Atomenergie aussteigen. Ich spreche vermutlich vielen Lesern aus der Seele, wenn ich behaupte, dass Tschernobyl und Fukushima in dieser Hinsicht gutes bewirkt haben.
Die negativen Folgen des Reakorunfalls sind bis heute sichtbar: Durch die unerwartete Katastrophe geriet die Welt für die Betroffenen aus den Fugen. Die Menschen in der Region um Tschernobyl wurden aus dem Leben gerissen: Sie mussten ihre Häuser verlassen, ließen ihr Hab und gut zurück und wurden evakuiert. Diese Menschen und die ihnen nachfolgenden Generationen verloren ihre Heimat. Aufgrund des atomaren Niederschlags wurde zudem viel Land weit weg vom Ort der Katastrophe radioaktiv kontaminiert. Die Menschen in den angrenzenden Regionen leiden bis heute.
In Mosyr beispielsweise. Die Stadt liegt im Süden von Weißrussland, 80km von Tschernobyl entfernt. Der Fluss Prypjat, an dem der Reaktor von Tschernobyl liegt, fließt auch durch Mosyr.
Das Leben in Weißrussland ist hart. Fleiß in der Schule und der erfolgreiche Abschluss eines Studium garantiert keinen gut bezahlten Job. Ein Lehrer verdient zwischen 200€ und 300€ im Monat. Die dortigen Lebensmittelpreise entsprechen den unsrigen. Die Menschen essen das, was sie selber anbauen können und was die Natur hergibt.
Für die Menschen in Mosyr ist das fatal: Sie trinken die verseuchte Milch und essen die Pilze aus den Wäldern und den Fisch aus dem kontaminierten Fluss. Weitverbreitete Krankheiten sind Schilddrüsenkrebs, Immunschwäche und der Mangel an weißen Blutkörperchen.
Seit mehr als 25 Jahren lädt unsere Gemeinde Kinder aus Mosyr zur Erholung zu uns nach Detmold ein. In den letzten beiden Wochen waren die 8-10 Jährigen in der Detmolder Jugendherberge untergebracht. Gemeinsam haben wir die Lippischen Attraktionen wie die Adlerwarte, das Freihlichtmuseum und die Externsteine besucht. Derzeit sind die Kinder in Gastfamilien untergebracht. Die Einbindung in familiäre Strukturen mit persönlicher Zuwendung hat erfahrungsgemäß zusätzlich sichtliche Entspannung und Regeneration gebracht. Der Erholungsurlaub in Deutschland endet mit dem gemeinsamen Besuch aller Beteiligten im Safaripark Stukenbrock.

Am kommenden Sonntag werden die Kinder aus Mosyr im Rahmen des Gottesdienstes der Gemeinde vorgestellt. Wir laden Sie herzlich ein zu kommen!

Sonntag | 9:30 Uhr | in der Versöhnungskirche

Einladung zum Gottesdienst mit den Tschernobylkindern2016-07-15T13:19:17+02:00

Theologisches Seminar in Uelzen

Vom 12. bis 14. Juni fand das theologisches Seminar mit Frau Prof. Butting und Pfarrerin Martina Wehrmann in der Woltersburger Mühle bei Uelzen statt. Thema war: „Spielt Gott in unserer unheilen Welt überhaupt noch eine Rolle? Wo können wir ihn finden? – Wo bist Du, Gott?“
Nach Ankunft der Gruppe am Freitag und erstem Kennenlernen machte uns Frau Butting mit der Woltersburger Mühle bekannt. Die Woltersburger Mühle ist ein Projekt mit vielen Facetten: ein Qualifizierungszentrum für arbeitslose Jugendliche, ein Zentrum für biblische Spiritualität und gesellschaftliche Verantwortung, ein Zentrum für Naturerlebnis und Umweltbildung, ein Netzwerk für Kunst, Kultur & Kommunikation und ein Natur-Erholungs-Raum mit Café, Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten.
Der zweite Tag war der theologischen Arbeit mit Bibelarbeiten zum 5. Buch Mose 6,4 (Höre Israel…) und Markus 10, 17-31 gewidmet.
Besonders die Auslegung der Geschichte vom reichen Jüngling von Frau Butting, die eine Art Antwort auf unsere Seminarfrage  – Wie kommt man zu Gott? – war, löste große Betroffenheit aus, zum einen durch die Intensität, mit der sich Frau Butting mit nahezu jedem Wort des Textes beschäftigte, zum anderen durch die Radikalität der hier deutlich werdenden Botschaft.
Am Sonntag Vormittag feierten wir gemeinsam Gottesdienst. Dieser griff die Schwerpunkte des Lernpfades Arbeitslosigkeit, eine Installation auf dem Geländer der Woltersburger Mühle, auf. In Kleingruppen oder allein wurden die sieben Stationen des Pfades aufgegriffen und zu Gottesdienstbeiträgen gemacht. Hier kehrte sich die Frage um: Aus Wo bist Du – Gott? wurde die Frage Wo bist Du – Mensch? Es wurde deutlich, dass wir es sind, die Gott in die Welt bringen müssen – verbunden mit der Zusage Gottes, diesem Tun Bestand zu geben. In dieser von Gott zugesagten Beständigkeit menschlicher Taten, besser gesagt: von Taten der Menschlichkeit, drücken sich Allmacht und Ewigkeit Gottes aus. Mit dem gemeinsamen Gottesdienst ging unser erstes gemeinsames Seminar zu Ende.
 Fazit: Das waren konzentrierte, inhaltsreiche Tage, die im Miteinander trotzdem auch viel Spaß gemacht haben. Die gewonnenen Eindrücke wirken immer noch nach, besonders die am Beispiel der Woltersburger Mühle gewonnene Erkenntnis, wie man Glaube und Spiritualität in die Praxis – wie man also Gott wieder in die Welt bringen kann. Weitere theologische Seminare sind geplant, zu denen Sie herzlich eingeladen sind.
Dr. Ekkehart Thießen
Theologisches Seminar in Uelzen2015-09-30T19:23:29+02:00

Besuch beim Kirchentag 2015

Vom 03.06. bis 07.06.2015 war eine Gruppe Jugendlicher aus unserer Gemeinde und der Kirchengemeinde Detmold Ost  gemeinsam auf dem Kirchentag in Stuttgart unterwegs.

Am Mittwoch den 03.06. um 7:00 Uhr starteten wir mit zwei voll besetzten Felix Bussen bei 13 Grad und Regen vom Kronenplatz in Detmold in Richtung Stuttgart. Unsere Gruppe bestand aus 7 Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren, 3 Betreuerinnen und einem Betreuer. Mit an Bord waren außerdem viele Gruppen aus anderen Kirchengemeinden in Lippe und ein Projekt-Posaunenchor der Lippischen Landeskirche.

Nach achtstündiger Busfahrt (einschließlich ausgiebiger Pausen) erreichten wir bei 30 Grad und Sonnenschein unser Gemeinschaftsquartier im  Berkenschulzentrum in Holzgerlingen.

Am Abend feierten wir zusammen mit vielen tausend anderen Christen denEröffnungsgottesdienst auf dem Rothebühlplatz in der Stuttgarter Innenstadt und ließen anschließend den „Abend der Begegnung“ auf uns wirken, bei dem sich alle schwäbischen Landkreise vorstellten.

Wir alle waren begeistert von der großen Vielfalt die das Schwabenland zu bieten hat. Leckere kulinarische Gerichte wie Flammkuchen und tolle Traditionen wie das Alphornblasen wurden dargeboten.  Der Mittwoch klang dann mit  einem Lichtermeer aus, wo um 22:00 Uhr Kerzen (die vorher verteilt wurden) die ganze Stadt erhellten.

Um bei den über 2.000 angebotenen Programmpunkten nicht den Überblick zu verlieren, hatten wir bei einem Vortreffen bereits einige Aktionen aus dem Programmheft herausgesucht, die wir in den folgenden Tagen gemeinsam oder in Kleingruppen besuchen wollten. Hierzu gehörten unter anderem der Markt der Möglichkeiten auf dem Gelände im Neckarparkeine BibelarbeitMitmachangebot „Bibel live“ im Zentrum Jugend in der Schaarena, ein Teseegottesdiensteine.Veranstaltung mit Angela Merkel zum Thema „Digital und Klug“?, ein Forum zum Thema „klug werden-macht Schule klug“offenes Singen mit dem Liederbuch, Workshop „Gott finden im Nagelstudio“ und und undNatürlich durften auch das große Wise Guys Konzert und das Konzert mit Andreas Bourani auf dem Canntstatter Wasen nicht fehlen.

Zwischen den verschiedenen Angeboten nutzten wir das schöne Wetter und lauschten den vielen  musikalischen Angeboten (Bsp. Posaunen und Gospelchöre) auf den Großbühnen im Schlossgarten oder in der Stadt. Ein schattiges Plätzchen war glücklicher Weise immer zu bekommen.

Am Sonntagvormittag feierten wir den gemeinsamen Abschlussgottesdienst mit mehrerenTausend Kirchentagsbesuchern im Neckarpark. Dann ging es mit vielen tollen Eindrücken und Ideen im Gepäck zurück Richtung Heimat.

Abschließend sei gesagt, dass unsere Gruppe aus den zwei detmolder Stadtgemeinden eine richtig schöne  Zeit in Stuttgart verbracht hat und der nächste Kirchentagsbesuch in zwei Jahren in Berlin schon geplant ist. Für die Konfirmanden und Jugendgruppen in unserer Gemeinde werden wir noch einen kleinen Bilderbeitrag zusammenstellen.

Im Namen der Teilnehmer /innen bedanke ich mich bei allen in unserer Kirchengemeinde, die diesen Kirchentagsbesuch möglich gemacht und unterstützt haben.

Anja Diekjobst

Besuch beim Kirchentag 20152015-09-30T19:25:44+02:00

Theologisches Seminar mit Klara Butting in Uelzen vom 12. – 14. Juni 2015

„Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und der nicht preisgibt das Werk seiner Hände“, das verkündet der Pfarrer am Anfang jedes Gottesdienstes. Der uns nicht preisgibt, so möchten wir glauben. Und trotzdem erfahren wir genau das jeden Tag aus den Nachrichten, wenn wir von den Flüchtlingen erfahren, die bei der Fahrt übers Mittelmeer ertrinken, von den Gräueltaten islamistischer Gruppen wie Al Schabab in Somalia, Boko Haram in Nigeria, ISIS in Syrien und im Irak und und und.

Was ist das für ein Gott, der sich so hartnäckig weigert, für die Gerechtigkeit zu sorgen, die er uns zusagt „um seines Namens willen“?
Kurz, der sich weigert, Gott zu sein.

Kein Volk hat so viel Erfahrung mit dieser Frage nach Gott wie Israel, der „Erstling Gottes“. Im Dritten Reich wurde gerade das besonderere Verhältnis zwischen Gott und Israel Grund für Verfolgung und Tod. Mit diesem Gott Israels, dem Gott des Alten Bundes, beschäftigen sich Klara Butting und Gerard Minnaard. Klara Butting ist Professorin für Theologie mit Lehrauftrag an der Universität Bochum, Gerard Minnaard ist Pfarrer. Zusammen sind sie tragende Säulen des Vereins Erev Rav, der in der Woltersburger Mühle bei Uelzen Tagungen und Seminare zu theologischen Themen anbietet. Hierhin wollen wir vom 12.-14.Juni 2015  fahren, um den Gott Israels und damit unseren Gott näher kennen zu lernen, und auch um aus der Leidensgeschichte Israels für unser eigenes Gottesverständnis zu lernen.
Die Gruppe wird von Pfarrerin M. Wehrmann begleitet. Anmeldungen werden ab sofort im Gemeindebüro entgegen genommen. Die Kosten betragen für Unterkunft (nach Wunsch Ein- oder Doppelzimmer), Vollpension, Führung und Seminarkosten 180-200€. Die An- und Abfahrt erfolgt in Eigenregie, Mitfahrgelegenheiten werden angeboten.

Wir freuen uns auf Sie.

Theologisches Seminar mit Klara Butting in Uelzen vom 12. – 14. Juni 20152015-02-11T20:17:41+01:00
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